Weißabgleich-Skript

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Panel 1

„Mit dem Weißabgleich kannst du deine Kamera auf die vorherrschende Lichtsituation (Farbtemperatur) einstellen. Man redet von Weißabgleich, da man (oder die Kamera im Auto-WB-Modus) versucht, das Licht möglichst neutral, ohne blauen oder gelben Farbstich, darzustellen.“

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„Wenn du also ein weißes Blatt Papier fotografierst, willst du ja auch, dass dieses auf deinem Foto weiß ist.“

Panel 3

„Aber warum wollen wir das überhaupt? Man könnte doch eine neutrale Einstellung nutzen und wenn das Bild dann blau- oder gelbstichig wird, ist das nun mal das eingefangene, unverfälschte Licht an diesem Ort.“

Panel 4

„Diese Logik geht nicht auf, da sich auch unsere Augen stets an die gegebenen Lichtverhältnisse anpassen und einer Blau- oder Gelbverschiebung entgegenwirken (chromatische Adaption).“

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Panel 1

„Das Spektrum des sichtbaren Lichtes liegt zwischen Ultra-Violett und Infrarot und reicht somit von Blau über Weiß bis Gelb. Diese Farbtemperatur wird in Kelvin gemessen. Warmes Licht hat einen hohen und kaltes einen niedrigen Kelvin-Wert.“

Panel 2

„Wenn du eine bestimmte Lichtstimmung einfangen willst oder deine Kamera es im Automatik-Modus einfach nicht schafft, den richtigen Wert einzustellen, solltest du die Einstellung selbst vornehmen.“

Panel 3

„Du hast die Wahl zwischen verschiedenen „Szenarien“ wie z. B. Schatten, Bewölkt, Tageslicht (Sonne), Blitzlicht, Leuchtstoffröhre, Glühlampe oder Kerzenlicht.“

Panel 4

„Wenn du nun die verschiedenen Modi durchgehst, wirst du feststellen, wie sich die Temperatur teilweise sehr stark verändert. Das liegt daran, dass die Kamera auf eine bestimmte Kelvin-Zahl eingestellt ist und nur dann ein korrektes Bild zeigt, wenn die Einstellung den vorherrschenden Lichtverhältnissen entspricht.“

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„Vielleicht hast du schon von der Graukarte gehört. Dabei handelt es sich um ein Stück graue Pappe oder Stoff mit der du deinem Bearbeitungsprogramm auf die Sprünge helfen kannst, welche Farbtemperatur am Aufnahmeort herrschte. Dazu machst du, unmittelbar bevor du das eigentliche Foto machen willst, ein Foto mit der Graukarte im Bild. Damit hast du den Ist-Zustand der Farbtemperatur festgehalten. Im Nachhinein kannst du dann z. B. Lightroom zeigen, dass genau dieses Grau der Karte „als Neutral-Grau zu verstehen ist“. LR passt daraufhin die Farbtemperatur so an, dass das Grau der Karte korrekt dargestellt wird. Somit hat nun auch jede andere Farbe die korrekte Temperatur.

Wichtig: Um den Weißabgleich im Nachhinein verändern zu können, ist es zwingend notwendig in RAW zu fotografieren.“

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„Wenn es dir nicht wichtig ist, bereits auf dem Display deiner Kamera die korrekten Farben zu sehen, kannst du dies auch komplett im Nachhinein einstellen. Der Weißabgleich ist somit einer der Hauptgründe, warum das Fotografieren in RAW sinnvoll ist. Dazu kommt auch noch, dass der automatische Weißabgleich bei modernen Kameras sehr gut geworden ist.“

Panel 2

„Teste die verschiedenen Auswirkungen der Weißabgleich-Einstellungen aus. Nachfolgend siehst du ein paar Beispiele …“

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„… bearbeitet mit Lightroom: 9000 K …“

„… Lightroom: Bewölkt 6500 K …“

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„Lightroom: Glühlampe, 2800 K … Alles in Ordnung, Dieter?!“

„Nix ist in Ordnung!
Alter … ist das warm hier!“

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